BÜCHER

Eventisierung der Stadt.

Events sind ein fester Bestandteil unseres Alltags geworden. Sie werden professionell geplant, mittels ausgeklügelter Dramaturgie gestaltet und vermitteln ein Gefühl von Exklusivität. Der Eventbegriff steht für ein spezifisches Spannungsfeld zwischen ökonomischen Verwertungskontexten und populären Praxisdimensionen. Vor dem Hintergrund dieser begrifflichen Unschärfe legt das Buch den Fokus auf Prozesse der Stadtentwicklung sowie das normative Potenzial von Mustern der Eventproduktion und -rezeption. Damit werden zum einen Stadtentwicklung und Eventproduktion als Treiber von Exklusionsprozessen verstanden. Zum anderen wird Eventisierung als ein Ineinandergreifen von Produktions- und Rezeptionsprozessen gesehen. Wir nehmen alle mehr oder weniger aktiv an Prozessen der Eventisierung teil und nehmen sie meist auch dankbar hin. Die Kehrseiten der Eventisierung und die Ungleichheiten, die sie hervorrufen, bleiben allerdings mehrheitlich unsichtbar. Am Beispiel von Zürich wird daher der Frage nachgegangen, wie Eventkulturen Prozesse und Praxen gesellschaftlicher Selbstverständigung neu ordnen und vernetzen.


Immo Dorado Zürich West - Bilanz 2013

Die Studie des Mieterinnen- und Mieterverbands Zürich gibt ein eindrückliches Bild der Dynamik im «Wilden Westen» Zürichs. Sie fördert Erkenntnisse über Projekte, Akteure und deren Strategien.

Bildquelle: Hochparterre

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zone*imaginaire. Zwischennutzungen in Industriearealen

Das Projekt zone*imaginaire hat Dutzende ehemaliger Industrie-areale in der Schweiz und im Ausland zum Thema gemacht und in Aarau, Winterthur und Zürich eingehende Untersuchungen durch-geführt. zone*imaginaire zeigt mehrere Wege auf, wie mit den Arealen planerisch verfahren werden kann. Ein umfang-reicher "Werkzeugkasten" am Ende des Buches liefert konkrete Instrumente und Anleitungen für die beteilig-ten Akteure. Dazu kommen Fotoportraits und Interviews mit Zwischennutzenden, Investoren sowie StadtpräsidentInnen.

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Urbane Qualitäten. Ein Handbuch am Beispiel der Metropolitanregion Zürich.

An der ETH getestet - in der Praxis bereits ange-wandt (z.B. in der Sozialräumlichen Studie Rosengarten-Buchegg, INURA Zürich Institut 2014). Anhand der 6 Begriffe – Zentralität, Diversität, Inter-aktion, Zugäng-lichkeit, Adaptierbarkeit und Aneignung – hilft das Buch, Qualitäten und Defizite in den neuen urbanen Gebieten festzustellen und ermöglicht die Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen, insbesondere Architektur und Sozial-wissenschaften. Als praxisorientiertes Arbeitsinstru-ment richtet sich das Buch an PlanerInnen, Archi-tektInnen, Studierende, Behörden.

Simon Kretz, Lukas Kueng (Hg.): Urbane Qualitäten. Ein Handbuch am Beispiel der Metropolitanregion Zürich. Edition Hochparterre, Zürich 2016. Forschungsgruppe und Autorenkollektiv: Marc Angélil, Rebecca Bornhauser, Kees Christiaanse, Maik Hömke, Thomas Kissling, Philipp Klaus, Simon Kretz, Lukas Kueng, Vittorio Magnago Lampugnani, Gabriela Muri-Koller, Rahel Nüssli, Verena Poloni Esquivié, Christian Schmid, Caroline Ting, Günther Vogt.

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Bureau Savamala Belgrade. Urban Research and Practice in a Fast-changing Neighborhood.

Savamala, ein einst traditionsreicher, seit den 1950er Jahren jedoch vernachlässigter Stadtteil von Belgrad, erlebt seit einigen Jahren einen rasanten Wandel. Durch die zentrumsnahe Lage am Ufer der Sava ist er für Akteure aus der Belgrader Kreativwirtschaft und Gastronomie ebenso attraktiv geworden wie für global agierende Investoren.
Die Untersuchungen des Forschungsteams Bureau Savamala dokumentieren nicht nur den materiellen und sozioökonomischen Wandel Savamalas, sondern auch die Veränderungen in der Wahrnehmung der Bewohner. Daneben stellen einheimische Architekten, Künstler und Kulturschaffende Projekte vor, die 2013 im Rahmen des Urban Incubator Belgrade ausgeführt wurden und dazu beitragen sollten, Savamala ohne die negativen Folgen einer Gentrifizierung zu erneuern. Am Beispiel dieses Stadtteils wird deutlich, in welchem Maße Aufwertungen möglich und sinnvoll sind, aber auch, wo ihre Grenzen liegen, und wie Kultur, Design und Kunst diese Prozesse initiieren und steuern können. 

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Stadt, Kultur, Innovation. Kulturwirtschaft und kreative innovative Kleinstunternehmen in der Stadt Zürich.

Was haben trendige Stadtteile mit der Weltwirtschaft zu tun? Weshalb gibt es in den Städten immer mehr kulturelle Angebote, Festivals und Partys? Der Wirtschaftsgeograph Philipp Klaus zeigt auf, wie der ökonomische Stellenwert der Kultur mit der Konkurrenz unter den Städten gewachsen ist und wie die Entwicklungen in den Städten mit globalen Prozessen der Ökonomisierung der Kultur und der Kulturalisierung der Ökonomie verknüpft sind. Beispielhaft sind die Entwicklungen in der Stadt Zürich, in der die wachsende Kulturwirtschaft das Image der Trend- und Partystadt sowie die wirtschaftliche Entwicklung fördert. Mit grosser Detailkenntnis untersucht Philipp Klaus diese Zusammenhänge und zeichnet nach, welche Veränderungen die Stadt Zürich seit 1980 erlebt hat, welche Branchen des Kultursektors gewachsen und welche Stadtteile zu Orten der kulturellen Innovation geworden sind. Insbesondere legt er dar, welche Rolle kreative innovative Kleinstunternehmen in diesen Entwicklungen spielen und welche Rahmenbedingungen sie für ihr Wirken in der Stadt Zürich antreffen. «Stadt, Kultur, Innovation» steht für eine hochaktuelle und spannende Wirtschaftsgeographie.

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Buchbesprechungen & Artikel

Von der Subkultur zum Standortvorteil.  
>> dérive 27, 04 / 2007 <<

Im neuen Kleid.
>> Die Wochenzeitung 45, 11 / 2006 <<

Kulturelle Innovation.
>> unimagazin 4 / 2006, S.61 <<

Markenzeichen Kulturwirtschaft.
>> Radio LoRa 07 / 2006 <<

Possible Urban Worlds - Urban Strategies at the End of the 20th Century.

This book explores some of the possible urban worlds at the end of the 20th century in order to discern possible common strategies among communities in different cities. It assembles contributions by distinguished, well-known academics and some of today’s most innovative urban-movement groups and projects. The book appeals not only to academics and activists, but to anyone interested in ruban development at the end of the 20th century. The book is the result of the 7th INURA conference “Possible Urban Worlds” held in Zurich in June 1997. It continues the debate about new concepts for a democratic and sustainable city, among people who have come together in the International Network for Urban Research and Action (INURA).

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Zentralstrasse.

Fotografien und andere Berichte aus dem Innern eines ungewöhnlichen Hauses. Mit Beiträgen von ehemaligen BewohnerInnen wie Andres Lutz, Pipilotti Rist, Ruth Schweikert, Patrick Walder, Peter Weber u.v.a.

«Obwohl die Räume meistens verraucht waren, gab es an der Zentralstrasse viel Sauerstoff. Diesen einzufangen war der Anreiz zur vorliegenden Publikation. Das Haus an der Zentralstrasse 150 in Zürich war bis zum letzten Tag der Zwischennutzung vom Februar 1995 bis zum Oktober 1996 Biotop, Empfänger, Nährboden, Flusssystem, All, Kraftwerk, Zentrale. (…) Lyrisches steht neben Episodischem, und Beiträgen über Stadtentwicklung, Zimmerpflanzen, Körperchemie, Raumfahrt, Liebe, Musik und andere Wunder, Elektrizität.» (Peter Weber).

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